Praxisbeispiele

Biografiearbeit und Schreibspiele

einige Praxisbeispiele aus Workshops der letzten 10 Jahre

 

Ich
im Überlebensmodus
die Leichtigkeit fehlt
mein Lachen verstummt im
HautKontaktHunger.

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Elfchen aus “wir teilen Geschichte(n)”, 2021, © Mechtild Römer
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Biografiearbeit und Kreatives Schreiben am Meer

Hin und weg

Biografiearbeit und Kreatives Schreiben an der Ostsee

Biografiearbeit und Kreatives Schreiben an der Ostsee

Das Rauschen der Wellen hab ich noch im Ohr
auch das Möwengekreische, den Amselgesang
Hab noch Salz auf der Haut.

Beseelt und beglückt komm ich wieder zurück
in die staubige Stadt,
die zwei Flüsse und Parks
doch keine Grünflächen hat.

Die Wiesen sind grau, frei von Gras, nur schmutziger Sand.
Die Menschen, sie hetzen und knurren sich an.
Meine Laune verfliegt
und es kratzt mich im Hals.

„Bitte guck nach der Post.
Ich hau wieder ab.
Bitte gieß meine Blumen
oder schenke sie wem“.

Ich pack meinen Rucksack,
den Koffer dazu.

„Hallo Taxi! Zum Bahnhof!“
Der Zug fährt gleich ab,
noch schnell eine Brezel,
dann steige ich ein.

Graal-Müritz, ich komme,
bei Dir will ich sein.
Will liegen am Strand
und atmen am Meer.

In die staubige Stadt komm ich nimmer mehr her.

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Fundstück einer Schreib- und Lesewoche am Meer, 2019,©M. Römer

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Atmen.

Abschied nehmen.

Auch Abschied geben.

Zeitlose Gefühle wühlen sich

wieder in den Vordergrund – unverhofft,

doch immer wieder neu.

Sanftes, leichtes Schwanken.

Weiter gehen.

Atmen.

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aus einem Workshop mit erwachsenen Töchtern suchtkranker Eltern, 2014, copyright: M.Römer

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aus einem Workshop zum Jahresrückblick, 2015, copyright: M. Römer

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Genogramm

Mutige
Frauen suchen
Orientierung für sich
und für die Kinder.
Auf der Mutterlinie gibt es
einige Kratzer und viele
verborgene Schätze. Die
suchen wir
       später.     

 

 

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aus einem Workshop zum Thema Erbschaften, 2014, copyright: M. Römer

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 Mutter unser,
Dein Erbe wiegt schwer.
Ich kann es nicht tragen, ich will es nicht mehr.
Dein Leid sei gewürdigt, dein Schweigen verzieh‘n.
Vergiftete Liebe, sie ließ mich gefrier‘n.
Ich hab‘s überlebt, meinen Kummer und Schmerz,
und jetzt will ich leben und lieben und seh‘n.
Ich gebe zurück dir was mir nicht gehört,
ich kann dich nicht heilen, so gern ich es tät.
Mein Glück will ich halten und achten auf mich.
In Frieden mit mir sein, nur das möchte ich.
Atmen.
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aus einer Arbeit mit Kriegsenkeln, 2015, copyright: M. Römer

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Lebensbuchprojekt mit Jugendlichen, copyright M. Römer

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Das
Kind bringt
die Flaschen zurück
und kauft Schokolade vom
Pfandgeld. Die Nachbarn sind freundlich
und lächeln besorgt. Zuhause
stinkts. Der Aschenbecher
quillt über.
Allein.

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aus einem Workshop mit sozialpädagogischen Fachkräften zum Thema: Suchtfamilie, 2012, copyright: M.Römer

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“Die Sucht muss eine große Anziehungskraft haben –  wenn dafür so viel Leid in Kauf genommen wird.”   
Collage einer Teilnehmerin der Gruppe “Überlebenskünstlerinnen” – erwachsene Töchter suchtkranker Eltern, 2014,  copyright: M. Römer

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                                                                   Glaubenssätze neu gemacht                                                                             

“Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans vielleicht später.”

                                                                                                   “Müßiggang ist aller Schöpfung Anfang”

aus einem Workshop zum Thema: Biografie und Berufsweg, 2015, copyright: M.Römer

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ABCDarium zum Glück

Augenblicke, in denen ich mich verbunden fühle,

Beziehungen, in denen ich frei bin,

Citrusduft unter der Dusche und im Schaumbad. Bin

Dankbar für den Genuss und die Freude. Bin

Ehelos, nicht ehrlos.

Freiheit ist Heimat für mich und das

Glück liegt in meiner eigenen Betrachtung. Gustav Gans sorgt für

Heiterkeit, ich will mir mein Lachen bewahren und 

Ignoriere die Misslaunigen, die sehr schlechte Laune versprühen und den

Jungen Leuten den Spaß gern vermiesen. Ich schau auf die

Kinder, die fragen und die sich am

Leben erfreuen.

Musik macht mich glücklich und erreicht meine Seele. Ich will mir die

Neugier bewahren und das

Puzzle des Lebens wird langsam komplett. Ist die Perspektive gewechselt, sind die 

Quälereien geschrumpft und es zeigt sich ein anderes Bild. Bleib

Ruhig und atme, geh raus, auf die Reise. Muss schmunzeln, denn:

Schokolade macht glücklich, im Sommer als Eis und im Winter zum

Trinken, mit Sahne und heiß.

Unglaublich, die Kraft des

Vertrauens, sie hat mich geführt. Hab die Regeln verlassen und mit

Wörtern gespielt. Ich denk an 

Xanthippe, nur wegen dem X und sag

Yeah! Zum Glück war sie  

Zänkisch und ich bin am Ziel.

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aus der Glückswerkstatt 2017

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2018
alte Ideen
mitgenommen und verworfen
Platz für Neues, wartet
2018

 

 

 

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aus einem Workshop “Mein 2018 – ein Ausblick”


 

 

Kreative Biografiearbeit in Berlin und an der Ostsee